Gesunder Lebensstil | Ursachen
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Ursachen

Typ-2-Diabetes

 

Typ-2-Diabetes ist eine Erkrankung, die sich langsam entwickelt. Sie kann „vererbt“ werden aber auch durch einen ungesunden Lebensstil entstehen. Starker Durst, Müdigkeit, Sehstörungen, Wadenkrämpfe oder schlecht heilende Wunden können Alarmzeichen für einen Typ-2-Diabetes sein. Wenn der Körper es nicht mehr schafft den Blutzuckerspiegel selbstständig zu regulieren, drohen Folgeschäden wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschwäche, Netzhautschäden und Erektionsstörungen.

Regelmäßige Blutuntersuchungen sind besonders wichtig, wenn auf Sie einer der folgenden Faktoren zutrifft:

 
 Vererbung / Veranlagung 

Leiden Eltern oder Geschwister an Typ-2-Diabetes? Wenn ja, erhöht sich ihr Risiko um bis zu 50% selbst auch an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Diabetes in der Familie bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Sie selbst daran erkranken. Mit gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung und der Vermeidung von Übergewicht und Stress kann man dem Typ-2-Diabetes wirkungsvoll entgegentreten. Ein Ausbruch lässt sich hinauszögern und sogar verhindern!

 Alter 

Früher wurde der Typ-2-Diabetes auch „Alters-Diabetes“ genannt, weil sich ab dem 40. Lebensjahr der Stoffwechsel verlangsamt und die Wirkung des Hormons Insulin nachlässt. Heutzutage wird die Stoffwechselerkrankung leider auch immer häufiger bei jungen Menschen festgestellt. Die Gründe dafür sind meist ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel.

 Prädiabetes 

Wenn ihr Blutzuckerspiegel konstant leicht erhöht ist, leiden Sie bereits an einer „Prädiabetes“ – der Vorstufe zum Typ-2-Diabetes. Um den Zuckerüberschuss abzubauen, produziert ihr Körper immer mehr Insulin – bis sich die Betazellen der Bauchspeicheldrüse „erschöpfen“. Damit steigt der Blutzuckerspiegel und hat „freie Fahrt“ nach oben.

 Schwangerschaft 

Frauen, die an Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) erkranken, laufen Gefahr im späteren Leben einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Erhöhte Blutzuckerwerte können auch Fehl- und Frühgeburten sowie Fehlbildungen an Herz, Lunge und Nervensystem des Kindes auslösen.

 Geburtsgewicht 

Das Geburtsgewicht eines gesunden Säuglings liegt, je nach Körpergröße der Mutter, zwischen 2.800 und 4.200 Gramm. Bei zu hohem (aber auch zu niedrigem) Geburtsgewicht, erhöht sich das Risiko des Kindes, im Verlauf des Lebens an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

 Bauch- und Organfett 

Nicht jedes Fettpölsterchen ist schädlich. Kalorienvorräte, die direkt unter der Haut, im Unterhautfettgewebe, eingelagert werden, isolieren den Körper gegen Kälte und Wärme. Gefährlich wird es, wenn sich „viszerale Fette“ im Körper einlagern. Diese Fette sind äußerlich als Bauchspeck erkennbar und umhüllen innerlich Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse und Darmschlingen.

 
  • Je höher der viszerale Fettanteil ist, desto höher ist das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2.
  • Bei Frauen liegt die kritische Grenze des Bauchumfangs – gemessen vor dem Frühstück in Nabelhöhe – bei maximal 88 cm, bei Männern beträgt der Grenzwert 102 cm.

 Ungesunde Ernährung 

Um Energie zu verbrennen, braucht der Körper Insulin. Dieses Hormon kümmert sich darum, dass Zucker (Glucose) und Blutfette (Triglyceride) über den Dünndarm in die Zellen des Blutkreislaufs abgegeben und unverbrauchte Energie als Fettreserve angelegt werden. Bei übermäßiger Kalorienzufuhr kommt die Bauchspeicheldrüse nicht mehr mit der Herstellung des Insulins nach.

 

Dieser Zucker- und Fettüberschuss, kann zu einer Insulinresistenz und in weiterer Folge zu Typ-2-Diabetes führen.

 Bewegungsmangel 

Nachdem wir unser Essen nicht mehr jagen müssen und nicht jeder täglich joggen kann, wird der Stoffwechsel oftmals nicht mehr ausreichend angekurbelt. Die Nahrungsenergie wird nicht abgebaut werden, sondern als Fett im Körper abgespeichert und senkt gleichzeitig die Wirksamkeit des Insulins. Mit dem damit verbundenen Steigen des Blutzuckerspiegels steigt auch das Risiko für Typ-2-Diabetes.

 Erhöhter Blutdruck 

Hoher Blutdruck schädigt die Wände der Blutgefäße. Werden dazu auch noch Zucker und Fette nicht mehr optimal abgebaut, entstehen zusätzliche Schädigungen in den Arterien.  Damit ist der Körper anfälliger für kardiovaskuläre Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall und Herzinfarkt. Was sind die bekanntesten Verursacher von Bluthochdruck?

 

Bewegungsmangel, tierische Fette, zu viel Zucker & Salz, Fett, Alkohol, Nikotin, aber auch Stress und hormonelle Veränderungen bei Frauen nach der Menopause.

 Fettstoffwechselstörung 

Nicht nur erhöhter Blutzucker stellt ein Risiko für die Erkrankung an Typ-2-Diabetes dar, sondern auch erhöhtes LDL-Cholesterin und Triglyceride (Blutfette). Zu hohes LDL-Cholesterin begünstigt Gefäßverkalkungen und kann Diabetes-Folgeschäden, wie z.B. Herzinfarkt fördern. Triglyceride, die den größten Teil der Nahrungsfette bilden, brauchen Insulin, damit sie vom Körper abgebaut werden können.

 

Ein erhöhter Triglycerid-Wert kann ein Alarmzeichen für bereits bestehenden Insulinmangel sein.

 Rauchen 

Zigarettenrauch verursacht einen Anstieg des LDL-Cholesterins und verringert das herzschützende HDL-Cholesterin. Darüber hinaus ist das Rauchen an sich bereits giftig für die Blutgefäße. Daher zählen auch Raucher zur „Diabtes-Typ-2 Risikogruppe“, denn all diese Faktoren erhöhen das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

 Stress 

Bei chronischem Stress schüttet ihr Körper laufend Hormone aus, die den Anstieg des Blutzuckerspiegels zur Folge haben. Außerdem findet man in dieser Situation oft nicht die Zeit, um sich gesund zu ernähren und ausreichend Bewegung zu machen. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel – gepaart mit Junk-Food und Bewegungsmangel – stellt einen idealen Nährboden für den Typ-2-Diabetes dar.